Dienstag, 5. Januar 2010
Ein paar Notizen
Heute komme ich mal dazu, wenigstens ein paar Notizen, die sich so angesammelt haben hier hineinzuschreiben.

Das Motiv des Doppelgängers (ich glaube das Wort ist inzwischen sogar eingeenglischt -> Doppelganger?) bei Hitchcock ist doch sicherlich ein vielbeforschtes, dass mir aufgrund misslicher Umstände nur noch nicht so präsent war und ist. Die bekannte Suchmaschine weis bescheid. Ich werd da auch nicht weiter drauf eingehen, besonders aufgefallen ist mir nur neulich die "Verwandlungsszene" in Vertigo. Dort ist das Mise en Scéne so aufgebaut, dass die beiden Akteure zunächst vor gegenläufigen Hintergründen aufgenommen werden - "Sie" vor vertikalen Linien, "Er" vor horizontalen.


Hier meine Skizze dazu zur Veranschaulichung

Erst als "Sie" der (wie wir / die Zuschauer bereits wissen erneuten) Verwandlung zustimmt vereinen sich beide zum Kuss vor horizontalen Linien.

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Literaturnotiz: Benjamin-Handbuch von Bukhard Lindner, den ich neulich im Vortrag gesehen habe

http://www.perlentaucher.de/buch/25437.html


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Ebenfalls aus diesem Vortrag notiert:

Freud und das abgelehnte Angebot von M.G.M.

Dazu: In 1925, the movie mogul Samuel Goldwyn traveled all the way to Vienna to meet Sigmund Freud. Goldwyn wanted the famous doctor to consult on movies for MGM - to tell filmmakers what was happening psychologically in famous relationships like Anthony and Cleopatra's. Freud, however, refused even to see Goldwyn.

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Memoriertes Zitat nach Freuds Traumdeutung / Aufsatz "Das Unheimliche"

"Die Kindheit reproduziert, durchläuft noch einmal archaische Welterklärungen (Märchen, Sagen, Mythen usw.) wodurch der Fortbestand des unheimlichen Inventars gesichert ist."

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Bin mir nicht mehr sicher ob es eine gute Idee ist, für jedes Thema ein eigenes Weblog zu führen. Andererseits ist es eine gute Idee.

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Freitag, 26. Dezember 2008
Notiz an mich selbst:
Zu Kubricks "Eyes Wide Shut":

Kubrick hat Cruise wg. seinem dummen Gesicht besetzt. Der hat den Film nicht verstanden - Ob er nun einen Düsenjet fliegt oder seine Frau ihm von einem schlimmen Albtraum erzählt, er macht immer dasselbe Gesicht.

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Notiz an mich selbst:
Medienwechsel Literatur zu Film -->> im Hinblick auf die "erzählerische Verfasstheit"

- Wer erzählt die Geschichte?
- Erzählinstanz

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Freitag, 22. August 2008
Meine Dokumentarfilmanalyse zu Glawoggers "Megacities"
[EDIT 2012] Zwischenzeitlich und bereits länger her ist eine Magisterarbeit entstanden mit dem Titel "Erzählen und Selbstreflexivität: Glawoggers Dokumentarfilme „Megacities“ und „Workingman’s Death“" die ich hier nicht ins Internet stelle, auf Anfrage aber gerne via E-Mail verschicke.

Mit dem Titel >>Michael Glawoggers “Megacities – 12 Geschichten vom Überleben.” - Eine Dokumentarfilm-Analyse.<< ist nun auch endlich online als PDF zu finden:

http://www.coderwelsh.de/texte/megacities_filmanalyse_public.pdf (PDF, ca. 760 KB)




Ich freue mich über Kritik & Meinung, gerne hier in den Kommentaren oder via E-Mail und twitter.

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Montag, 30. Juni 2008
Die "Novembergruppe" heute auf Arte 23:55-1:10h
mit sechs kurzen Filmen der 20er-Jahre Avantgarde. Mehr dazu im Hausblog:

http://www.coderwelsh.de/blog/?p=5001

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Samstag, 7. Juni 2008
Gestern am Abend
habe ich die HA Filmanalyse abgeschlossen, heute beim Copyshop ausgedruckt + gebunden damit die Screenshots von den Einzelbildern ordentlich zu sehen sind. Ich find's gut, wird nach Korrektur durch den Prof. (wie schon mit dem Essay zur Intermedialität in der digitalen Literatur geschehen) hier veröffentlicht. Das ist übrigens ein Markenzeichen von mir: Lange Schachtelsätze, die merkwürdig zusammengebaut sind und in der Mitte noch von einer langen Klammer unterbrochen werden.

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Freitag, 30. Mai 2008
DVD Audio extrahieren
nachdem ich bereits einfach nur um bessere Zitate abliefern zu können für meine sich in Arbeit befindliche Filmanalyse zu "Megacities" ein sehr gutes Tool, mit dem man die Untertitel einer DVD in einer Textdatei speichern kann benutze, habe ich nun gerade ein Programm installiert, mit dem man den Audiotrack einer DVD als mp3 speichern kann. Der Hintergrund ist, dass ich den Anteil von gesprochenem in Bezug zur Filmzeit herausfinden möchte. Und ich habe keine Stopuhr.

Jedenfalls scheint mir dieses Tool ganz angebracht zu sein. Der Versuch läuft gerade noch, aber immerhin bricht es nicht nach 5 Minuten ab.

[edit 1] an dem Programm selber ist (bisher) nichts auszusetzen, nur splittet es die einzelnen Audiotracks nach DVD-Kapiteln auf. Für meine Zwecke bräuchte ich aber einen einzigen Track, damit ich in Audacity schnell anhand der Waveform die Sprachanteile von den anderen trennen kann. Lösung bisher: Besser die DVD auf dem PC durchlaufen lassen und einen mitschnitt der Tonspur z.B. mit Audacity anfertigen.

[edit 2] morgen teste ich vielleicht, ob es "single track" kann.

[edit 3] damit ich in Audacity schnell anhand der Waveform die Sprachanteile von den anderen trennen kann. Wunschdenken. Hab das aufgegeben und verlasse mich statt empirischer Fakten auf meine Einschätzung Anteil Sprache/Filmzeit.

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Mittwoch, 21. Mai 2008
Diegese / Soriau / montage/av
Ein Nachdruck des für die Anwendung des Begriffes "Diegese" auf die Filmwissenschaft prägenden Textes von Étienne Soriau findet sich bei montage/av:

Étienne Souriau
Die Struktur des filmischen Universums und das
Vokabular der Filmologie


Dort übrigens auch ein sehr sehr großes Archiv an Aufsätzen und Texten, die in montage/av erschienen sind. Tatsächlich ist es so, dass diese Zeitschrift nur die jeweils aktuelle Ausgabe "print-only" anbietet, alle weiteren Texte stehen komplett und frei zugänglich auf der Internetseite im Archiv. Und zwar als "echte" PDFs, aus denen Zitate direkt rauskopiert werden können. Sehr sehr gute Sache, vielen Dank!

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Montag, 19. Mai 2008
Peter Greenaway
Heute den Aufsatz "Zeit, Bewegung, Raum: Bildintervall und visueller Cluster" (PDF) von Yvonne Spielmann zumindest angelesen bzw. bis zum Thema Cluster vorgedrungen. Dazu muss ich dann aber zumindest einmal in wenigstens einen der dort genannten Filme reinschauen. Dank youtube geht das. Bspw.:

Peter Greenaway - Prospero's Books.

(Liste wird vervollständigt, möglicherweise.)

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Montag, 21. April 2008
ich bin ein freund des unfertigen,
der gebrochenen überschrift, der markierung des atem-holens durch das komma, das "work in progress". ich glaube, dass auch unstrukturiert formulierte denkansätze der "wahrheitsfindung" dienen können, außerdem finde ich, literaturwissenschaft bedeutet auch immer ein wenig chaosforschung. vielleicht sind das aber auch alles ausreden für meine eigene faulheit.

wie auch immer, für meine anzufertigende filmanalyse zu glawoggers "megacities" hier das erste arbeitspapier:

megacities_filmanalyse (pdf, 671 KB)

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